Berücksichtigung des Corona-Kinderbonus beim Kindesunterhalt

Beim Corona-Kinderbonus handelt sich um eine Sonderzahlung für Familien während der Corona-Krise. Er ist Teil des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung. Den Kinderbonus bekommt jedes Kind, das 2020 mindestens einen Monat lang Anspruch auf Kindergeld hat/ hatte oder haben wird. Der Kinderbonus muss nicht gesondert beantragt werden, die Auszahlung erfolgt automatisch. Er wird ab September 2020 ausgezahlt und beträgt insgesamt 300 Euro. Der Bonus wird nicht gleichzeitig mit dem eigentlichen Kindergeld ausgezahlt, sondern er erfolgt in zwei Raten. Die Termine zu den Auszahlungen orientieren sich an den Endziffern der Kindergeldnummer. Zwischen den Auszahlungen können einige Tage liegen und es kommt zudem auch darauf an, wann 2020 der Anspruch auf Kindergeld besteht/bestanden hat oder noch bestehen wird.
Der Kinderbonus wird nicht auf Leistungen, die nach dem SGB II bezogen werden, als Einkommen berücksichtigt. Gleiches gilt beim Kinderzuschlag und beim Wohngeld. Auch beim Unterhaltsvorschuss wird der Kinderbonus nicht angerechnet.
Bei der Einkommensteuerveranlagung werden Kindergeld und Kinderbonus mit dem Kinderfreibetrag verglichen. Das Finanzamt berechnet dann, ob das Kindergeld inklusive Kinderbonus oder der Kinderfreibetrag für die Eltern vorteilhafter ist.
Wenn bei getrennt lebenden Eltern der andere Elternteil den Mindestunterhalt oder mehr zahlt oder wenn sich die Eltern die Betreuung ungefähr zur Hälfte teilen, wenn also der andere Elternteil seiner Verantwortung gegenüber seinem Kind gerecht wird, dann darf der andere Elternteil die Hälfte des Kinderbonus von seiner Unterhaltszahlung in den beiden Auszahlungsmonaten (also in der Regel 100 Euro im September und 50 Euro im Oktober) abziehen. Natürlich muss der andere Elternteil die Summe nicht von seiner Unterhaltsleistung abziehen, sondern kann den Unterhalt zahlen wie bisher. Oder er nutzt die Möglichkeit, selbst das Geld für das Kind – zum Beispiel im Rahmen einer gemeinsamen Freizeitaktivität oder zum Kauf nötiger Dinge – auszugeben.
Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer mit einem besonderen Freibetrag, dem Entlastungsbetrag für Alleinerziehende, entlastet. Dabei handelt es sich um einen Steuerfreibetrag in Höhe von normalerweise 1.908 Euro jährlich. Für die Jahre 2020 und 2021 wird dieser Steuerfreibetrag auf 4.008 Euro jährlich erhöht. Mit der Erhöhung um 2.100 Euro wird die besondere Belastung Alleinerziehender aufgrund der COVID-19-Pandemie berücksichtigt. Ab dem zweiten Kind erhöht sich der Entlastungsbetrag um 240 Euro jährlich pro Kind. Dieser Erhöhungsbetrag bleibt unverändert

Weitere Informationnen erhalten Sie unter:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kinderbonus-fragen-antworten-1782394
https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kinderbonus
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2020-07-29-FAQ-Kinderbonus-Entlastungsbetrag.html



Eingestellt am 22.09.2020 von T. Bruns
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.
Neu laden

Wie viele Zeichen befinden sich im Bild?


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)